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Ich überlege wie alles begann. Jetzt weiß ich es: ich muss ein Buch schreiben. Ein Buch über die Höhen, Tiefen, Sorgen, Ängste und Probleme von Fantic, Importeuren, Händlern, Fahrern und Eltern. (Man kann natürlich auch ein Buch nur über die Höhen schreiben, das wäre weniger Arbeit). Also gut, jetzt erst mal kein Buch, sondern Stichwörter. Gönne mir dafür mal eben ein Bier. 1980: kleine Werkstatt vorhanden. Lerne Manfred Schild aus Wollscheid kennen, sein Sohn fährt Trial. Trial... was ist das? Kaufe selbst eine Montesa 247, fahre aber nie Wettbewerbe. Mein Sohn Dirk, geboren in der eigenen Werkstatt, soll professionell trialfahren lernen,später Weltmeister werden. Kontaktaufnahme mit Fa. Hoffmann, Importeur für Fantic. Bei Abnahme von drei verschiedenen Modellen bin ich Händler. Erstes verkauftes Motorrad: Fantic 125 Trial. Erste große Reparatur: Getriebeschaden an einer Fantic Trial 50. Problem wurde gelöst nach mehr als einer Woche intensivem Basteln bis in die tiefe Nacht hinein. Kunde bekam zu Sonderkonditionen einen neuen Motor. Mit anderen Worten, Problem wurde leider nicht gelöst. Erstes Trial „außerhalb" besucht... 1981 in Kerzenheim mit einem gelben Audi 100. Ersatzteile: je ein Gaszug, Kupplungszug, Bremszug. Ich fühlte mich ziemlich einsam, hatte auch nichts verkauft. Bis 1982 konnten wir dann vier Motorräder als verkauft verbuchen. 1982 die neue 240er Fantic. Erster Kunde Gerd Port, dann die Brüder Lunnebach (Peter und Rolf). Dann stetiger Umbau, Erweiterung und zuletzt Neubau der Werkstatt. Parallel viel Motocross gemacht. 1985: Fantic baut erstes Motorrad mit Scheibenbremse, Peter Lunnebach hat die erste. Dann kommt das Modell 303... das überspringen wir lieber, nur Probleme. Nun die 305. Bei der ersten Probefahrt zerbricht das Hinterrad. Viel Negatives. Unerwähnt darf nicht bleiben: Manche Nacht wurde bei einem neuen Modell mit Peter Lunnebach (danke, Peter) verbracht um die Tiefen auszumerzen. Meistens gelungen. Dann beginnt aber auch die Zeit von Jens ter Jung, Horst Hoffmann, Carsten Stranghöner. 1992: Fantic baut eine wassergekühlte. (Viel Scheiße). 1993: Fantic entwickelt eine vollhydraulische Kupplung. (Der Horror). Das Werk will meine Entwicklung haben, für Tommy Ahvala. 1995: Übernahme des Imports. Mittlerweile wohl 50mal im Werk gewesen. 1996: Größter Importeur von Fantic. 1997: Von mir abgeänderter Motor soll in Serie gehen. Dann das große Aus. Das Fantic-Werk ist Pleite. Ende 1997: Das bisher beste Serienmotorrad importiert Montesa. 1999: Carsten wird endlich Deutscher Meister. Auf Montesa. Das Motorrad ist nun im fünften Jahr. Nun geht das Jahr 2008 zu ende und ich kann mich immer noch begeistern.
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